Florida, Mai 2002

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Tag 5: Mittwoch, 29. Mai 2002

Breakfast

Wo das fast im Breakfast der Amis vorkommt, weiß ich nicht genau. Denn das, was dort so verschlungen wird, ist so schnell nicht gegessen. Wir waren an diesem Morgen in dem ans Hotel angrenzenden Ponderosa Steak House und versuchten, im Frühstücksbuffet für schlappe $5 irgend etwas essbares zu finden. Hauptsächlich gab es Hühnchen, Würste, Speck und Eier. Hinten in der Ecke fanden wir noch ganze zwei Sorten Toast, aber dies war weicher und knatschiger als die Waffel vom Vorvortag. Brötchen oder Brot gibt es eben einfach nicht. Kuchen gibts noch, ja. Toll.

Ich schnappte mir also dieses Wasser-Toast, dazu ein wenig Rührei und natürlich Butter und Marmelade. Damit es sich auch lohnte, packte ich zum Nachtisch einen Teller mit Obst voll: Pfirsiche, Grapefruit, Melonen, Ananas, Bananen, Trauben. Das war wirklich gut. Was ich seltsam fand war, dass ich in dieser Ecke hinten links (wo das Obst stand) fast nie einen Amerikaner sah - und wenn, dann hatte der sich Schokoladencreme aufgeladen. Der Blick auf die Teller der dort essenden Amis hat mir dann auch fast den Appetit verschlagen. Da türmten sich Chicken Wings über Chicken Wings, dazwischen ein paar Würstchen gebettet auf Kartoffelbrei, und daneben Speck mit Eiern. Urgs... ich kann morgens doch noch kein Fleisch essen. Ein wenig Wurst vielleicht, okay, aber doch nicht solche Berge!

Kaffee wurde uns von Vince serviert. Vince hatte offensichtlich vergessen, dass ein Amerikaner freundlich sein muss in der Öffentlichkeit. Naja, er hatte es nicht ganz vergessen, er hatte es nur nicht verinnerlicht. Vince hasste seinen Job, das war ihm deutlich anzusehen (und verständlich war es auch). Er war ungefähr Mitte 50, hatte ergrautes, kaum mehr vorhandenes Haar, einen Bier- bzw. FastFood-Bauch, und sah mit seinen hängenden Augenlidern und in seinem Ponderosa-Kittelchen ziemlich unbeholfen aus. "Want more coffee?", und das immer wieder. Da muss man ja innerlich vergammeln.


Ronald bei McDonald

Als wir Richtung SeaWorld fuhren, machten wir noch kurz Halt bei McDonald's. Hier ein Bild des Parkplatzes:


Nein, das ist keine Polizeistation, aber die Polizei hatte hier offensichtlich nicht viel mehr zu tun, als sich geschlossen bei McDonald's zu treffen und sich die Mägen vollzuschlagen. McDo wirbt auf seinen McDo-Schildern ja nicht umsonst mit "Billions and Billions served" - fast so als ob das keiner wüsste. Was die Polizeiwagen angeht: Ich fand diese ziemlich cool, wenn man sie mal im Vergleich zu unserer grünen Minna betrachtet. Vor allem die Wagen, auf denen groß "SHERIFF" in gelben, mit Linien hinterlegten Buchstaben stand, machten schon was her (der linke weiße ist so einer, die anderen beiden waren "State Trooper"). Die vier Polizisten, die ich bei McDo essen sah, hatten dieselben Bäuche wie die meisten anderen. Sie sahen so aus, als würden sie nach zwei Minuten Verfolgungsjagd erschöpft aufgeben müssen. Wirklich wie im Film :-)

Doch kommen wir zu Ronald, ich hatte ihn ja lange angekündigt. Ronald war das coolste Etwas, was ich in Florida gefunden hatte. Ronald saß auf einem roten Geländer, direkt hinter dem DriveThrough-Schalter von McDonald's:


Ronald war bestimmt fünf Zentimeter lang, hatte einen glänzenden Insektenpanzer und seine Fühler bewegten sich leicht, während die Leute um ihn herumgingen und ihn anstarrten. Ronald saß einfach da, minutenlang. Ich ging auf die Toilette, und als ich zurückkam, saß er immer noch an derselben Stelle. Die ganzen Autos, die ständig an ihm vorbeifuhren, kümmerten ihn nicht. Er hatte sein Geländer, und hier gefiel es ihm.

Bis Joe kam. Joe war ein amerikanischer Junge, der seine Freundin beeindrucken wollte. Joe war nicht cool, Joe war alles andere als cool. Denn Joe ging zu Ronald und träufelte ein wenig Wasser über dessen Körper. Seine Freundin, die sich in fünf Metern Sicherheitsabstand aufgestellt hatte, kreischte hysterisch: "Joe, you are sooo cruuuuueeeel!" Doch leider machte Joe weiter. Nachdem sich Ronald (ein bißchen Wasser haut einen Amerikaner doch nicht um) kein bißchen bewegt hatte und stur seinen Platz an der Sonne verteidigte, spürte er plötzlich Joes Finger auf seinem Rücken. Natürlich fand Ronald diese intime Berührung alles andere als romantisch (wer mag schon amerikanische FastFoodFinger), sprang vom Geländer herunter und verschwand im Gras neben der Straße. Joes Freundin rief ganz überrascht etwas wie: "Look, Joe, this little thinggy... now it's jumping away!" Ach was.


SeaWorld

Im Eingangsbereich zu SeaWorld bin ich endlich meine Postkarten losgeworden, die ich zwei Tage mit mir herumgeschleppt hatte. Danach ging es durch die Taschenkontrolle hinein in den Park. Bei diesen Kontrollen (gibt es in jedem Park) stochern die Leute mit kleinen Holzstäbchen in den Rucksäcken herum, um möglicherweise verbotene Gegenstände zu finden. Allerdings wurde das nicht allzu genau genommen. Meine Mutter hatte ihren kleinen Rucksack bis zum Rand gefüllt, was den Sicherheitsmenschen einfach nur zu der Bemerkung "Oh, you're pretty full packed" veranlasste und sie hindurchwinkte. Eine Pistole da hinein zu schmuggeln, dürfte nicht sonderlich schwer sein.

Zuerst gingen wir auf die Wildwasserbahn. Es war sehr warm an diesem Tag, auch wenn es eine Menge Wolken gab. Diese Bahn warb auf den Fernsehmonitoren, die in den Eingangsbereichen jeder Attraktion in jedem Park aufgestellt waren, mit den Schlagworten "WET, SCARY, WETTER!" - und in der Tat waren alle Leute, die da wieder herauskamen, ziemlich durchnässt. Wir natürlich auch, aber das war sehr erfrischend.


Schon von weitem sicht- und hörbar ("aaaaaahhhh") war die Achterbahn "Kraken", die "größte Achterbahn Floridas". Hmm. So groß schien mir die eigentlich gar nicht zu sein. Und überhaupt gehöre ich zu den Menschen, die ihr Leben lang Looping-Achterbahnen gemieden haben wie die Pest. Ich hatte in meiner Jugendzeit regelrecht Panik davor. Aber hier... hier war mein Geld, eine Menge Geld, und für dieses Geld wollte ich auch etwas bekommen. Also ging ich rauf.


Der ältere Herr aus dem Schwarzwald ging natürlich wieder mit, er ließ nichts aus. Zu Hause mache er Segel- und Kunstflug und war auch schon Helikopter-Skifahren in Kanada. Seine Frau war da ruhiger, zurückhaltender, richtig schüchtern im Gegensatz zu ihm.

Im Eingangsbereich des Kraken gab es einen Testsitz für "persons with big upper body sizes". Da konnten diejenigen gleich prüfen, ob sie den Sicherheitsbügel herunterziehen konnten :-). Die Fahrt war ziemlich geil. Ich dachte immer, man würde die Loopings wirklich spüren, aber im Grunde merkt man gar nicht so richtig, dass man gerade durch einen solchen fährt, weil man ja aufgrund der Fliehkraft nicht nach 'unten' zu fallen droht. Die Schrauben waren da schon heftiger, aber auch noch eine Spur genialer. Nach der Fahrt kribbelte der ganze Körper, und ich fragte mich, warum ich bisher nie auf solche Bahnen gegangen war - denn hier gingen ja die kleinsten Kiddies und die ältesten Herren drauf. In Zukunft halten mich Achterbahnen also nicht mehr auf. Wieder was gelernt :-)

Natürlich wurde man nach jeder Attraktion wieder durch einen Souvenirladen geschickt, und in diesem Park waren sogar die "photo spots" an schönen Ecken "presented by Kodak"...

Nachdem wir diese Fahrten hinter uns hatten und ein wenig durch den Park gelaufen waren, besuchten wir die wichtigsten Shows. Es ist immer so eine Gewissensfrage, wenn man in einen Park geht, in dem Tiere zur Unterhaltung der Menschen trainiert werden, um irgendwelche Kunststücke vorzuführen. Allerdings sind viele der Tiere auch in diesen Parks geboren und natürlich wird viel Wert darauf gelegt, dass es diesen gut geht, denn kranke Tiere taugen natürlich nicht für irgendwelche Shows. Und ebenso natürlich können diese Tiere auch nicht mehr in der Natur ausgesetzt werden, weil sie nie gelernt haben, selbst für sich zu sorgen. Andererseits machen diese Tiere, die in diesen Parks leben, nur einen äußerst geringen Anteil aus. Wenn man sich als Tierschützer wirklich engagieren will, so sollte man sich auf die wirklichen Probleme stürzen: Umweltverschmutzung und Tierversuche. Denn gerade bei diesen Dingen sind die USA alles andere als Vorreiter...

Nichtsdestotrotz: Die Shows waren schön anzuschauen und interessant gestaltet. Zuerst kam die Delphinshow:


Die Tiere wurden natürlich nach jedem Kunststück entsprechend mit Fischen belohnt, sich sich in kleinen Boxen rund um das Becken herum befanden. Weiter ging es zur Walshow mit dem "Killerwal" Shamu und seinen Artgenossen:


Und hier hopst er kurz an Land, um sich zu zeigen:


Shamu schwamm dann am Ende der Show am Rande des Beckens herum und spritzte mit seiner großen Schwanzflosse Wellen von Wasser in das Publikum. Die Sitze in der sog. "Soak Zone" in den ersten zehn Reihen, bei denen eine Nasswerd-Gefahr bestand (da es Salzwasser war, sind z.B. Kameras ziemlich gefährdet), waren immer extra gekennzeichnet. Und natürlich - ganz im amerikanischen Stil - wurde mehrmals hintereinander davor gewarnt. Offensichtlich hat hier jeder Angst, aufgrund mangelnder Aufklärung von verrückten Anwälten verklagt zu werden (man betrachte nur die Beispiele mit der nassen Katze in der Mikrowelle oder dem verschütteten Kaffee bei McDonald's...).

Weiter ging es zur Wasserski-Show in ein noch größeres Stadion am Rande des Sees. Diese Show war wirklich typisch amerikanisch. Wenn man den Sprecher hörte, meinte man, bei einer Boxveranstaltung zu sein. Er sprach von "heroes" und ließ die Skifahrer vom Publikum feiern. Natürlich hatten die es auch drauf und zeigten einige eindrucksvolle Dinge. Am Ende dann kam die übliche Pyramide mit Damen und Herren, die, wie sollte es auch anders sein, zur lauten Musik "Proud to be an American" mit USA-Flaggen in der Hand um den See herum fuhren (hier auf dem Bild leider nur sehr klein zu sehen):


Die Amerikaner jubelten und kreischten, waren wieder einmal ganz aus dem Häuschen. Einige schwenkten selbst mitgebrachte Flaggen, und viele ließen sich von den mutigen Heroes, die auf dem Wasser ihr Leben riskiert hatten (grins), Autogramme geben.

Doch noch einmal zurück zu den Delphinen. Sind nämlich wirklich schöne Tiere. Es gab ein Becken, wo man diese füttern und anfassen konnte:


Es gab auch noch ein anderes Becken, in dem Rochen (die Fische, die aussehen wie große flache rautenförmige Flugzeuge) herumschwammen, die man ebenfalls mal streicheln und füttern konnte. Das war schon ziemlich interessant, vor allem, weil diese ihr Maul am Bauch haben und man die Hand daher ins Wasser halten muss, wenn die Fische darüber hinweg schwimmen.

Hier noch zwei Delphinfotos aus dem Unterwasser-Reinguck-Bereich:



Und hier mal wieder ich, an so einem von Kodak präsentierten "photo spot" (ich hasse Photos mit mir, aber ohne die wäre ich ja nicht da gewesen ;-)


Die letzte Show war ein Theaterstück mit den Seelöwen Clyde und Seemore, die mit drei Schauspielern ein witziges Stück spielten. Naja, wenn man des Englischen gut mächtig war, meine Mutter bekam da nicht sonderlich viel davon mit. Das war wirklich nett gemacht, die Seelöwen machten immer so ein vorzüglich trotziges Gesicht. Später kam dann noch eine richtig dicke Seekuh hinzu, die wirklich lustig anzusehen war:



In SeaWorld waren recht viele Leute, die Shows waren eigentlich immer voll besetzt. Doch trotzdem musste man morgens an den Attraktionen nur recht kurz anstehen. Auch hier zeigte sich, dass "30 minutes" Wartezeit nur die Hälfte bedeutete. Die Bandbreite der Menschen war recht beachtlich. Wenn man diese beobachten wollte, hatte man in den Parks ausreichend Gelegenheit dazu. Vor allem die ganzen typisch amerikanischen Familien, auf die ich später noch genauer eingehen werde, waren einfach interessant. Alte und kranke Menschen konnten sich in allen Parks kleine elektrische Wägelchen mieten, mit denen sie dann sogar in den Warteschlangen der Attraktionen herumfuhren und sich dann von den Park-Angestellten in die Wägelchen hieven ließen. Allerdings sah ich kaum Alte und Kranke in diesen sog. "Strollers", sondern hauptsächlich superfette Amerikaner. Aber dazu, wie gesagt, später mehr. Übrigens trugen die Amis auch immer ihre kleinen Babys mit in die ganzen Attraktionen, die die kleinen sicherlich oft verängstigten.



Abend

Auf der Rückfahrt betrachtete ich noch einmal den ganzen Disney-Komplex. Es gab sogar einen Strommast in Micky-Ohren-Form. Das ganze Disney Resort ist ein riesengroßer Park. Schon irgendwie verrückt. Nach Reiseführer gibt es darunter ein großes Tunnelnetz, durch das die ganzen Speisen und Getränke von einer zentralen Stelle in die Parks befördert und der Abfall und die schmutzige Wäsche weggekarrt werden.

Abends fuhren wir mit dem Bus über den International Drive vorbei an vielen schön und verrückt gestalteten Hotels zum "Mercado Mediterranean Village", einer Einkaufs- und Essens-'Mall', wo man bei etwas Live-Musik sein Bier trinken und Fastfood verdrücken konnte, um danach sein Geld in den zahlreichen Lädelchen zu lassen. Die Kongresshalle von Orlando haben wir auf dem Weg auch gesehen, die angeblich über 100.000 Menschen Platz bietet. Doch da dies wohl zu wenig ist und sich viele Geschäftsleute beschwert hatten, über die Straße zu müssen, weil sie in den Hotels auf der anderen Straßenseite nächtigten, baut man im Moment eine noch größere Halle auf der anderen Seite, die dann für 300.000 Menschen ausgelegt sein wird.

Nuja, an diesem Abend hatte ich mir vom indischen Fastfood-Stand ein "I'd like something spicy with rice and curry" geholt, was auch ganz gut schmeckte und mit $7 incl. Getränk noch relativ preiswert war. Ich löste dabei gleich noch einen Coupon aus einem der zahlreichen Bonusheftchen ein, die man überall in die Hand gedrückt bekam. Demzufolge war es noch 10% günstiger - das waren ganze 70 Cent (die natürlich zuvor aufgeschlagen wurden - ist doch alles große Leute-Verarschung).

Obwohl wir noch eineinhalb Stunden Zeit hatten, drängten die Frauen zur Eile, denn sie wollten unbedingt noch shoppen (Ich: "Okay, 15 Minuten reichen doch zum Einkaufen, oder? Dann können wir ja noch eine Stunde hier bleiben, etwas trinken, ein wenig den Abend genießen..."). Meine Mutter sagte, ich müsste mir noch Jeans kaufen, und nach einigem Hin und Her ließ ich mich dazu überreden. Mit dem Jeans-Kauf ist das immer so eine Sache. Etwa einmal im Jahr gehe ich ins Geschäft und kaufe dann auch gleich drei oder vier Hosen. Ich mag es eben nicht, da kann man nicht viel machen. Ich bin immer froh, wenn ich aus den Klamottenläden wieder draußen bin.

Bei "World of Denim" habe ich mir vier Levi's-Jeans-Dinger ausgesucht. Die Auswahl war zwar nicht sonderlich groß, mir hat sie aber locker gereicht. Levi's-Jeans sind eh nicht besonders schön, aber in Aussicht auf den nächsten Jeanskauf-Termin hier zu Hause ging ich in die Umkleidekabine in dem fast leeren Laden und kam mit drei passenden Hosen nach etwa zehn Minuten Einkaufszeit zur Kasse. Jede Levi's kostete ungefähr $30, das ist natürlich recht günstig, vor allem weil es in unserem hiesigen BigStar Factory Outlet auch fast nichts mehr unter 35 Euro gibt, zumindest nicht, als ich das letzte Mal da war. Das Mädel an der Kasse war ganz erstaunt, als ich so schnell da war und zahlen wollte. Sie bekam große Augen: "They ALL fit?!" Anscheinend sind die ganz andere Dinge gewohnt. Sind halt Jeans, die ich da gekauft hatte. Was soll da schon groß falsch sein ;-)

Ich schlenderte ganz langsam herum, doch die Frauen drängten wieder zur Eile. Sie waren etwas stinkig, denn sie hatten nichts gefunden (was mich allerdings nicht wunderte). Zuerst waren sie so spitz darauf, in diesen Laden zu kommen, und als sie merkten, dass es doch nicht so das wahre war, hatten sie es eilig, da so schnell wie möglich wieder rauszukommen. Ts.

Die Frau des älteren Kunstfliegers, den ich schon erwähnt hatte, versuchte dann noch, mein Alter zu schätzen, nachdem sie sagte, ich sei doch noch so jung, und ich antwortete, dass ich so jung nun auch nicht mehr wäre. Ihre Schätzung war dann schon etwas heftig, obwohl sie gleich sagte, sie könne doch immer so schlecht schätzen...

Ich: "Was meinen Sie? 20?"
Sie: "Nein. Jünger!"
Ich: "18?"
Sie: "Nee, eher 17..."
Ich: "Tja, dieses Jahr werde ich 24..."
Sie: "Waaas?"

Ähm... nun ja, dann gab es eine kleine Diskussion mit den drei anderen Anwesenden, und diese sagten immerhin, dass sie mich auf "etwa 20" geschätzt hatten. Auch David fragte mich einmal im Bus, wann denn wieder Schule sei, worauf ich natürlich antworten musste, dass Schule schon lange der Vergangenheit angehört. Und die Hautärztin hatte mich lange Zeit immer wieder gefragt, wo ich denn in den Schulferien hingehen würde, bis sie endlich kapiert hatte, dass ich berufstätig bin :-).

Egal, könnte schlimmer sein. Die könnten mich ja auf 30 schätzen, wenn ich erst 20 bin. Das wäre nicht besser. Ich kann damit leben, zu jung auszusehen. Aber 17? Nein, das war dann doch etwas zu verwegen, die Frau kann wirklich nicht schätzen. "Aber duzen darf ich Sie trotzdem?" -- "Na klar, ich bin doch noch jung" ;-)

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