Sonntag, 23. Oktober 2011
Usambara-Berge
Lushoto - irgendwo da
Die Fahrt dauert statt sechs Stunden fast acht Stunden. Ständig hält das Ding an, ständig steigen Leute zu und wieder aus, in jedem scheiß Dorf wird der Busbahnhof angefahren. Manchmal sind da fünf Häuser und ein Busbahnhof! Immer wieder stehen wir minutenlang da, manchmal fünf, machmal zwanzig. Draußen laufen Jungs herum, die zu jedem ankommenden Bus laufen, um ihre Waren zu verkaufen: Toastbrot, Kaugummis, Handy-Aufladekarten, Cookies, Wasser und Säfte. Ich sitze eingekeilt in meinem Sitz. Vorne drücken sich meine Knie in das Polster des nächsten Sitzes, rechts ist das Fenster, neben mir sitzt eine dicke Mama mitsamt Kind und großem Gepäck. Zunächst finde ich das noch ganz witzig, so ein bisschen auf Tuchfühlung zu gehen mit den Einheimischen. Vor allem die alte Frau, die immer wieder zu mir rüber linst, ist eine Augenweide: Ein schwarzes Gesicht voller Geschichte, ein Gesicht, das jeder Maler gerne malen würde. Doch nach einer Stunde habe ich schon genug, weil mein Hintern sich meldet. Das Polster ist zerschlissen, es ist absolut unbequem, der Bus klappert, als würde er gleich zusammenkrachen, einmal fällt sogar eine Schraube irgendwo raus und landet auf meinen Beinen. Mann! Es ist sauheiß, ich bekomme Kopfschmerzen, versuche mich ab und zu hin und her zu bewegen, doch es gelingt mir nicht. Ich bin gefangen und ergebe mich meinem Schicksal.
Irgendwann bin ich tatsächlich da. In Lushoto, einer Kleinstadt in den Usambara-Bergen, auf rund 1200 Metern Höhe. Hier soll es schön sein, habe ich gelesen. Als ich ankomme, regnet es natürlich. Ein Typ vom Touristenbüro entführt mich sofort vom Busbahnhof, zeigt mir ein Hotel und will mir gleich ne Tour verkaufen. Ich finde es etwas seltsam, dass die Touristeninformation selbst Touren anbietet, und buche schließlich eine Tages-Wandertour bei einem jungen Kerl, der mir ganz sympathisch ist. Die Touranbieter hier stecken 40% der Einnahmen in lokale Entwicklungsprojekte. Unter anderem bieten sie den jungen Leuten, die sich die Privatschulen nicht leisten können, kostenlose Englischkurse an. Ich zahle rund 40 Dollar für die Tagestour. Ich bin eigentlich verrückt, aber was soll ich hier sonst tun? Immerhin sind die Leute sehr freundlich, man wird nicht ständig angelabert, und es geht hier alles etwas gemächlicher zu. Eine Gruppe Jugendlicher trifft mich auf der Straße, die freuen sich total, und wollen gleich mal mit mir was trinken gehen. Meine Kopfschmerzen von der Busfahrt sind aber so schlimm, dass ich mich lieber ausruhen gehe.
Nach einer Nacht, in der ich wie ein Baby schlafe, starte ich die Tour mit meinem Guide Bakari. Wir laufen den Berg hoch, ein bisschen durch einen Regenwald durch, wir sehen eine Menge kleiner Chamäleons, die überall in den Bäumen sitzen. Sehr faszinierende Tiere! Es ist interessant, das dörfliche Leben zu sehen. Wie die Leute hier alle möglichen Früchte und Gemüsesorten anbauen und auf dem Markt verkaufen. Ich erfahre auch, warum ich scheinbar nirgends in Tansania frische Fruchtsäfte kriege, sondern höchstens was abgepacktes oder die übliche Coca Cola. Frische Früchte gibts immer nur von März bis Juni. Ich lerne viel über die Geschichte der Stadt. Die Deutschen haben sie gegründet, zu Kolonialzeiten, weil sie sich hier ein wenig an zuhause erinnert fühlten und es ein wenig kühler war. Noch immer stehen ein paar alte deutsche Gebäude herum, unter anderem eine Kirche. Der Ort hieß früher "Wilhelmstal", das Tal daneben "Jägertal".
Mich erinnert all das hier an das Hochland in Vietnam. Es ist alles sehr ähnlich. Einige Reisende sagen mir, dass diese Landschaft hier das schönste ist, was sie in Tansania gesehen haben. Im Vergleich zum üblichen Tansania stimme ich ihnen zu. Im Vergleich zu den Nationalparks, dem deutschen Schwarzwald oder gar der Schweiz kann das hier allerdings abstinken. Die Landschaft wirkt zu sehr zerfleddert durch all die wellbleckgedeckten Farmhäuschen und Äcker.
Dennoch eine schöne Tour, die am "Irente Viewpoint" ihren Höhepunkt findet. Hier kann man sehr weit hinab ins Tal sehen. Ein wirklich toller Ausblick. Mittagessen gibts auch, auf der Irente Farm. Hier esse ich zum ersten Mal in Tansania ein ordentliches, frisches Brot. Überall sonst gibts nur Toastbrot, nichts anderes. Doch hier machen die Brot erster Güte. Ich kaufe etwas davon und ein Glas Marmelade. Hier oben gibt es keinen Geldautomaten. Ich habe nur noch zehn Euro in der Tasche und muss schauen, dass ich damit klar komme. Das heißt, heute Abend und morgen früh esse ich mein Brot mit Güezeli, und dann gehts ab mit dem Bus nach Dar Es Salaam. Von dort setze ich mit der Fähre über nach Sansibar, wo ich noch ein paar Hundert Dollar brauchen werde, um mich ein paar Tage lang zu beschäftigen. Mann Mann Mann. Wird das teuer hier!
Auf Anraten eines anderen Pärchens, das ich hier treffe, kaufe ich ein Ticket von Ibariki Tours. Die sollen weit komfortablere Busse haben. Mein Tourguide jedoch meint, dass dies eine der schlimmsten Buslinien ist, und er niemals damit fahren würde. Einmal ging der Bus kaputt und er musste zehn Stunden lang warten, bis die das Ding repariert hatten. Ja geil. Später erzählt mir ein anderes deutsches Pärchen, dass sie ebenfalls bei Ibariki gebucht haben, weil sie gehört haben, die Busse sollen gut sein.
Mal sehen. Es sind nochmal sieben Stunden bis Dar Es Salaam. Ich werds schon überleben. Danach ist ja eh Relaxen angesagt. Wenn auch teures Relaxen. Argh.
Freitag, 21. Oktober 2011
Flycatcher
Flycatcher - Fliegenfänger
Ich gehe abends auf der Straße, was sich kaum vermeiden lässt, da es um 18:30 Uhr bereits dunkel wird. Ich habe extra keinen Rucksack dabei, habe einen Teil meiner Wertsachen im Hotel gelassen. Ich möchte nur ein wenig rumlaufen, mir ein bisschen Wasser kaufen, vielleicht irgendwo was essen, die Umgebung auskundschaften.
Die zwei Kerle, die mich auf dem Weg zum chaotischen Busbahnhof anlabern, kriege ich recht schnell abgeschüttelt. Doch dann kommt einer, der aussieht wie Bob Marley auf Drogen. Hey friend, how are you? Where do you come from? Where do you go to? Did you make a Safari? Where do you stay? Have you had something to eat? What is your name? Hey, don't worry, it's just information, information is free of course! We are good friends, you know, just friends, no problem, hakuna matata. Do you know some Suaheli words? Pole pole, no problem, hakuna matata!
Ich versuche ihn abzuschütteln, doch es geht nicht. Er bleibt bei mir, führt mich zu nem Straßenrand-Shop, wo ich was zu trinken kaufe. Er warnt mich vor den bösen Leuten auf der Straße, dass ich aufpassen soll, speziell nachts. Er arbeitet für ein kleines Restaurant. Ich lasse mich überreden, dort was zu essen, da ich Hunger habe. Außerdem ist es immer toll, in lokalen Restaurants zu essen, in die sich Touristen selten verirren.
Ich esse Reis mit ein paar Gewürzen und etwas zähem Geflügel. Es ist einfach und gut, es macht satt. Ich komme mit einem anderen Kerl ins Gespräch, ein junger Tansanier im Anzug, der mir erzählt, dass Gaddafi getötet wurde. Ich sage "Oh, good!", und dann beginnt eine Diskussion, weil er da ganz anderer Meinung ist. Er glaubt, dass die Amerikaner Gaddafi auf dem Gewissen haben und dass sie sich da raushalten sollen. Auch er warnt mich vor den bösen Leuten auf der Straße, sagt, dass er vor kurzem ein paar Touristen sah, die offenbar gerade ausgeraubt wurden und hysterisch nach einem Taxi riefen. Währenddessen sitzt Bob Marley da und grinst sich einen weg.
Nach dem Essen will ich bezahlen, und natürlich kommt Bob und nimmt mir die Arbeit ab. Er sagt es kostet 6500 Schilling, das sind ca. 3 Euro. Ich glaube ihm das nicht, aber was soll ich schon tun. Ich gebe ihm das Geld, dann sehe ich die handgeschriebene Preistafel, auf der kein Gericht mehr kostet als 2500 Schilling. Er gibt mir das Rückgeld und jammert, dass ich ihm für seine tollen Dienste doch noch etwas mehr Geld geben soll. Ich zeige ihm das Schild und sage ihm, dass er mir eh schon dreimal den Preis berechnet und den Rest eingesteckt hat. Er will schon beginnen mit "Oh yes, my friend, but your meal was special", doch ich lache und denke mir nur: Ach, lassen wir ihn sein Geschäft machen, ich hab gut und immer noch günstig gegessen, hatte einen interessanten Abend, und gehe nun ins Bett, immer aufpassend, nicht überfallen zu werden.
Junger Verkaeufer
Wir kommen von der Safari zurück und halten an einem der zahlreichen Shops, die Maasai-Souvenirs verkaufen. Alles handgefertigt, alles Einzelstücke. Ich möchte ein bisschen was kaufen und bereite mich schon mal darauf vor, hart zu verhandeln.
Ich werde von einem ca. 13 jährigen Jungen durch den Laden begeleitet, der mir alles mögliche andrehen will. Ich entscheide mich letztlich für drei Sachen. Der Junge rechnet und rechnet, kommt etwas durcheinander und will 45000 Schilling für alles haben. Ich biete ihm 25000 an, er jammert rum, will 30000 haben. Letztlich sage ich ihm, dass 30000 okay sind, während er ganz verwirrt ist, weil er 40000 verstanden hat: Die Unterscheidung zwischen "thirty" und "fourty" ist nicht so einfach für die Tansanier, wie ich schon oft bemerkt habe.
Ich bin also bereit, 30000 zu bezahlen. Dann kommt der Deal. Er spricht plötzlich ganz leise und bietet mir das Zeug für 25000 an, wenn ich ihm nach dem Bezahlen 2000 Schilling persönlich gebe. Weil er mir so einen guten Preis gemacht hat. Klar willige ich da ein, zahle 25000 und gebe die restlichen 5000 dem Jungen, der es ganz sicher gebrauchen kann. Ob seine Eltern wohl wissen, was der Junge da so treibt?
Busticket
Ich möchte nach Lushoto fahren und begebe mich auf den Weg zur Busstation. Ich verlaufe mich ein paar Mal, weil die Straßen hier so chaotisch sind und jede irgendwie gleich chaotisch aussieht. Irgendwann labert mich mal wieder jemand an, gibt mir die Hand, fragt wo ich herkomme, wo ich hingehe, das übliche, wie immer.
Ich sage ihm, dass ich nach Lushoto will, woraufhin er erwidert, dass er da einen Kumpel hat an der Busstation, und da führt er mich jetzt hin. Ja, klar. Irgendwie hab ich das ja schon erwartet.
An der Busstation werde ich gleich von drei anderen in Empfang genommen, die mich umringen und mich in ein kleines Kabuff im Ticket-Büro führen. Ich versuche, den Typen nicht zu nahe zu kommen, und achte wie eine Katze darauf, dass mein Fluchtweg nicht versperrt wird.
Einer der Kerle zeigt mir einen Bus-Sitzplan und füllt ein Ticket aus. Sieht alles ganz normal aus. Dann will er 25000 Schilling haben. Eigentlich weiß ich, dass das Ticket nicht mal die Hälfte kosten sollte, aber auch hier: Was soll ich tun, wenn ichs nicht beweisen kann und alle - so wies aussieht - eh unter einer Decke stecken? Wenn man kein Suaheli kann, ist man aufgeschmissen und zahlt eben den Mzungu-Preis.
Die Typen zeigen mir genau, wo der Bus losfährt, und wo ich am nächsten Morgen um 6 Uhr stehen muss. Sechs Uhr! Da kann ich nicht mal was frühstücken, obwohl das hier im Zimmerpreis mit drin ist. Egal, was solls. Da muss ich eben durch.
Der Kerl, der mich angelabert hat, will jetzt noch 1000 Schilling haben für seine Dienstleistung. Ich winke ab, sage, dass er ja schon genug abbekommen hat, und verschwinde so schnell es nur geht.
Ich gehe abends auf der Straße, was sich kaum vermeiden lässt, da es um 18:30 Uhr bereits dunkel wird. Ich habe extra keinen Rucksack dabei, habe einen Teil meiner Wertsachen im Hotel gelassen. Ich möchte nur ein wenig rumlaufen, mir ein bisschen Wasser kaufen, vielleicht irgendwo was essen, die Umgebung auskundschaften.
Die zwei Kerle, die mich auf dem Weg zum chaotischen Busbahnhof anlabern, kriege ich recht schnell abgeschüttelt. Doch dann kommt einer, der aussieht wie Bob Marley auf Drogen. Hey friend, how are you? Where do you come from? Where do you go to? Did you make a Safari? Where do you stay? Have you had something to eat? What is your name? Hey, don't worry, it's just information, information is free of course! We are good friends, you know, just friends, no problem, hakuna matata. Do you know some Suaheli words? Pole pole, no problem, hakuna matata!
Ich versuche ihn abzuschütteln, doch es geht nicht. Er bleibt bei mir, führt mich zu nem Straßenrand-Shop, wo ich was zu trinken kaufe. Er warnt mich vor den bösen Leuten auf der Straße, dass ich aufpassen soll, speziell nachts. Er arbeitet für ein kleines Restaurant. Ich lasse mich überreden, dort was zu essen, da ich Hunger habe. Außerdem ist es immer toll, in lokalen Restaurants zu essen, in die sich Touristen selten verirren.
Ich esse Reis mit ein paar Gewürzen und etwas zähem Geflügel. Es ist einfach und gut, es macht satt. Ich komme mit einem anderen Kerl ins Gespräch, ein junger Tansanier im Anzug, der mir erzählt, dass Gaddafi getötet wurde. Ich sage "Oh, good!", und dann beginnt eine Diskussion, weil er da ganz anderer Meinung ist. Er glaubt, dass die Amerikaner Gaddafi auf dem Gewissen haben und dass sie sich da raushalten sollen. Auch er warnt mich vor den bösen Leuten auf der Straße, sagt, dass er vor kurzem ein paar Touristen sah, die offenbar gerade ausgeraubt wurden und hysterisch nach einem Taxi riefen. Währenddessen sitzt Bob Marley da und grinst sich einen weg.
Nach dem Essen will ich bezahlen, und natürlich kommt Bob und nimmt mir die Arbeit ab. Er sagt es kostet 6500 Schilling, das sind ca. 3 Euro. Ich glaube ihm das nicht, aber was soll ich schon tun. Ich gebe ihm das Geld, dann sehe ich die handgeschriebene Preistafel, auf der kein Gericht mehr kostet als 2500 Schilling. Er gibt mir das Rückgeld und jammert, dass ich ihm für seine tollen Dienste doch noch etwas mehr Geld geben soll. Ich zeige ihm das Schild und sage ihm, dass er mir eh schon dreimal den Preis berechnet und den Rest eingesteckt hat. Er will schon beginnen mit "Oh yes, my friend, but your meal was special", doch ich lache und denke mir nur: Ach, lassen wir ihn sein Geschäft machen, ich hab gut und immer noch günstig gegessen, hatte einen interessanten Abend, und gehe nun ins Bett, immer aufpassend, nicht überfallen zu werden.
Junger Verkaeufer
Wir kommen von der Safari zurück und halten an einem der zahlreichen Shops, die Maasai-Souvenirs verkaufen. Alles handgefertigt, alles Einzelstücke. Ich möchte ein bisschen was kaufen und bereite mich schon mal darauf vor, hart zu verhandeln.
Ich werde von einem ca. 13 jährigen Jungen durch den Laden begeleitet, der mir alles mögliche andrehen will. Ich entscheide mich letztlich für drei Sachen. Der Junge rechnet und rechnet, kommt etwas durcheinander und will 45000 Schilling für alles haben. Ich biete ihm 25000 an, er jammert rum, will 30000 haben. Letztlich sage ich ihm, dass 30000 okay sind, während er ganz verwirrt ist, weil er 40000 verstanden hat: Die Unterscheidung zwischen "thirty" und "fourty" ist nicht so einfach für die Tansanier, wie ich schon oft bemerkt habe.
Ich bin also bereit, 30000 zu bezahlen. Dann kommt der Deal. Er spricht plötzlich ganz leise und bietet mir das Zeug für 25000 an, wenn ich ihm nach dem Bezahlen 2000 Schilling persönlich gebe. Weil er mir so einen guten Preis gemacht hat. Klar willige ich da ein, zahle 25000 und gebe die restlichen 5000 dem Jungen, der es ganz sicher gebrauchen kann. Ob seine Eltern wohl wissen, was der Junge da so treibt?
Busticket
Ich möchte nach Lushoto fahren und begebe mich auf den Weg zur Busstation. Ich verlaufe mich ein paar Mal, weil die Straßen hier so chaotisch sind und jede irgendwie gleich chaotisch aussieht. Irgendwann labert mich mal wieder jemand an, gibt mir die Hand, fragt wo ich herkomme, wo ich hingehe, das übliche, wie immer.
Ich sage ihm, dass ich nach Lushoto will, woraufhin er erwidert, dass er da einen Kumpel hat an der Busstation, und da führt er mich jetzt hin. Ja, klar. Irgendwie hab ich das ja schon erwartet.
An der Busstation werde ich gleich von drei anderen in Empfang genommen, die mich umringen und mich in ein kleines Kabuff im Ticket-Büro führen. Ich versuche, den Typen nicht zu nahe zu kommen, und achte wie eine Katze darauf, dass mein Fluchtweg nicht versperrt wird.
Einer der Kerle zeigt mir einen Bus-Sitzplan und füllt ein Ticket aus. Sieht alles ganz normal aus. Dann will er 25000 Schilling haben. Eigentlich weiß ich, dass das Ticket nicht mal die Hälfte kosten sollte, aber auch hier: Was soll ich tun, wenn ichs nicht beweisen kann und alle - so wies aussieht - eh unter einer Decke stecken? Wenn man kein Suaheli kann, ist man aufgeschmissen und zahlt eben den Mzungu-Preis.
Die Typen zeigen mir genau, wo der Bus losfährt, und wo ich am nächsten Morgen um 6 Uhr stehen muss. Sechs Uhr! Da kann ich nicht mal was frühstücken, obwohl das hier im Zimmerpreis mit drin ist. Egal, was solls. Da muss ich eben durch.
Der Kerl, der mich angelabert hat, will jetzt noch 1000 Schilling haben für seine Dienstleistung. Ich winke ab, sage, dass er ja schon genug abbekommen hat, und verschwinde so schnell es nur geht.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Safari - Tarangire
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