Sonntag, 25. September 2011
13 - Blüemlisalphütte
Tour: Blüemlisalphütte, 2 Tage
Ausgangspunkt: Griesalp (am besten mit Postauto von Reichenbach i.K. zu erreichen)
Zielpunkt: Blüemlisalphütte auf 2840m, dann Abstieg nach Kandersteg (von dort mit Zug zurück nach Reichenbach)
Länge und Dauer: Tag 1: ca. 7 km, 5-6 Stunden. Tag 2: ca. 13 km, 4 Stunden
Höhenmeter: ca. 1450m Aufstieg an Tag 1, ca. 1700m Abstieg an Tag 2
Gelände: T2-T3
Hinweise:
Unsere erste Wanderung mit Hüttenübernachtung! Wir starten mit dem Postauto von Reichenbach in Richtung Griesalp. Der Tag ist perfekt, die Sonne scheint, und der Busfahrer ist äußerst gut gelaunt. Mit lustigen Sprüchen lenkt er den Bus über die kurvige, extrem steile Straße (die steilste Postautolinie Europas) hinauf zur Griesalp. Allein diese Fahrt ist ein Erlebnis und ihr Geld allemal wert. Dann folgt die Wanderung hinauf zur Blüemlisalphütte. Von 1400 Metern in Griesalp geht es 6-7 km ziemlich steil hinauf auf 2840 Metern. Bald erreichen wir die Schneegrenze. Die Pfade werden schmaler und glitschiger. Zahlreiche Stellen verlangen ordentliche Kondition und rutschfeste Schuhe. Wir sind nicht allein - der Weg ist so beliebt, dass man sich zeitweilig an einer Völkerwanderung beteiligt fühlt. Alle haben dasselbe Ziel, Abweichungen vom Weg gibt es nicht. Immer weiter pilgern wir nach oben, sind begeistert von den Ausblicken und klammern uns beim Schlussaufstieg über Treppen an die hilfreichen Seile. Nachmittags erreichen wir die Hütte. Nach einer Wanderung über den Blüemlisalpgletscher und einem sehr schmackhaften Abendessen drücken wir uns in unsere Koje und versuchen zu schlafen.
Der zweite Tag beginnt mit einem wunderschönen Panorama mit tief hängenden Wolken. Als wir fertig sind zum Abstieg hat uns eine dichte Wolke eingehüllt. Wir wandern durch Nebel auf felsigen Pfaden stetig hinab. Die Ausblicke ins Tal und auf den Gletscher sind auch hier atemberaubend. Weit unterhalb der Schneegrenze erreichen wir eine Stelle, an der wir endlich den Oeschinensee erblicken. In seinem tiefblauen Wasser spiegeln sich die weißen Wolken. Im Vorfeld hatten wir bereits häufiger von der Fründenschnur gelesen, einem abtenteuerlichen Wanderweg entlang der Steilwand an der Ostseite des Sees. Wir haben uns oft vorgestellt, wie es denn sei, da zu gehen, und uns daher entschieden, uns das zumindest mal aus der Nähe anzugucken. Ein älteres Paar geht an uns vorbei und kommt bald wieder zurück: Das ist denen doch zu heiß. Zwei Schweizerinnen mitsamt Pudel gehen ebenfalls den Weg, diesmal absolut unerschrocken. Und auch wir bemerken, dass es so schlimm wie befürchtet gar nicht ist: Der Weg ist seit einiger Zeit durchgehend mit einem stabilen Drahtseil gesichert. Wenn man sich daran festhält, fühlt sich der Weg weit weniger bedrohlich an. Zumindest, wenn man nicht daran denkt, dass es nur einen Meter vom Weg entfernt 200 Meter hinunter in die Tiefe geht. Nachdem ich etwa die halbe "Schnur" gegangen bin, beschließen wir dennoch umzukehren. Die andere Seite des Sees liegt bereits im Schatten, der Tag neigt sich dem Ende zu. Wir verschieben die Fründenschnur auf den nächsten Sommer und gehen den schönen Weg am Seeufer entlang hinab ins Tal, und dann durch den Wald hindurch nach Kandersteg (weil wir natürlich keine Lust haben, auch noch für die Seilbahn zu zahlen)
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Eine geniale Tour, die wir nur weiterempfehlen können.
Ausgangspunkt: Griesalp (am besten mit Postauto von Reichenbach i.K. zu erreichen)
Zielpunkt: Blüemlisalphütte auf 2840m, dann Abstieg nach Kandersteg (von dort mit Zug zurück nach Reichenbach)
Länge und Dauer: Tag 1: ca. 7 km, 5-6 Stunden. Tag 2: ca. 13 km, 4 Stunden
Höhenmeter: ca. 1450m Aufstieg an Tag 1, ca. 1700m Abstieg an Tag 2
Gelände: T2-T3
Hinweise:
Unsere erste Wanderung mit Hüttenübernachtung! Wir starten mit dem Postauto von Reichenbach in Richtung Griesalp. Der Tag ist perfekt, die Sonne scheint, und der Busfahrer ist äußerst gut gelaunt. Mit lustigen Sprüchen lenkt er den Bus über die kurvige, extrem steile Straße (die steilste Postautolinie Europas) hinauf zur Griesalp. Allein diese Fahrt ist ein Erlebnis und ihr Geld allemal wert. Dann folgt die Wanderung hinauf zur Blüemlisalphütte. Von 1400 Metern in Griesalp geht es 6-7 km ziemlich steil hinauf auf 2840 Metern. Bald erreichen wir die Schneegrenze. Die Pfade werden schmaler und glitschiger. Zahlreiche Stellen verlangen ordentliche Kondition und rutschfeste Schuhe. Wir sind nicht allein - der Weg ist so beliebt, dass man sich zeitweilig an einer Völkerwanderung beteiligt fühlt. Alle haben dasselbe Ziel, Abweichungen vom Weg gibt es nicht. Immer weiter pilgern wir nach oben, sind begeistert von den Ausblicken und klammern uns beim Schlussaufstieg über Treppen an die hilfreichen Seile. Nachmittags erreichen wir die Hütte. Nach einer Wanderung über den Blüemlisalpgletscher und einem sehr schmackhaften Abendessen drücken wir uns in unsere Koje und versuchen zu schlafen.
Der zweite Tag beginnt mit einem wunderschönen Panorama mit tief hängenden Wolken. Als wir fertig sind zum Abstieg hat uns eine dichte Wolke eingehüllt. Wir wandern durch Nebel auf felsigen Pfaden stetig hinab. Die Ausblicke ins Tal und auf den Gletscher sind auch hier atemberaubend. Weit unterhalb der Schneegrenze erreichen wir eine Stelle, an der wir endlich den Oeschinensee erblicken. In seinem tiefblauen Wasser spiegeln sich die weißen Wolken. Im Vorfeld hatten wir bereits häufiger von der Fründenschnur gelesen, einem abtenteuerlichen Wanderweg entlang der Steilwand an der Ostseite des Sees. Wir haben uns oft vorgestellt, wie es denn sei, da zu gehen, und uns daher entschieden, uns das zumindest mal aus der Nähe anzugucken. Ein älteres Paar geht an uns vorbei und kommt bald wieder zurück: Das ist denen doch zu heiß. Zwei Schweizerinnen mitsamt Pudel gehen ebenfalls den Weg, diesmal absolut unerschrocken. Und auch wir bemerken, dass es so schlimm wie befürchtet gar nicht ist: Der Weg ist seit einiger Zeit durchgehend mit einem stabilen Drahtseil gesichert. Wenn man sich daran festhält, fühlt sich der Weg weit weniger bedrohlich an. Zumindest, wenn man nicht daran denkt, dass es nur einen Meter vom Weg entfernt 200 Meter hinunter in die Tiefe geht. Nachdem ich etwa die halbe "Schnur" gegangen bin, beschließen wir dennoch umzukehren. Die andere Seite des Sees liegt bereits im Schatten, der Tag neigt sich dem Ende zu. Wir verschieben die Fründenschnur auf den nächsten Sommer und gehen den schönen Weg am Seeufer entlang hinab ins Tal, und dann durch den Wald hindurch nach Kandersteg (weil wir natürlich keine Lust haben, auch noch für die Seilbahn zu zahlen)
Eine geniale Tour, die wir nur weiterempfehlen können.
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