Die Fahrt an der Küste entlang ist wenig prickelnd. Die Hügel hier haben ihre Seele an Hotelketten verkauft, die wie hässliche Geschwüre auch die letzten verbliebenen Fleckchen bewachsen. Das Hinterland ist dafür etwas schöner. Hier dominieren die typischen andalusischen weißen Dörfer und die überall auf den Bergen verstreuten Fincas.
Heute haben wir uns eine Burg im Städtchen Antequera etwa 50 km nördlich von Malaga angesehen und sind danach - mit einigen Navigationsschwierigkeiten - auf dem Bergplateu "El Torcal" gelandet, einem sehr faszinierenden Labyrinth aus toll geformten Felsen.
Es kam hier auch zu ungewöhnlichen Begegnungen. Zunächst mit 30 cm durchmessenden Exkrementen mitten auf den schmalen, steilen Wegen, bei denen wir uns fragten, wo die Monster-Gemse war, die das hinterlassen haben konnte. Oder der Yeti von El Torcal. Bis uns nach einer Biegung plötzlich ein ausgewachsener Ochse ins Auge blickte und mit seinen Hörnern voraus langsam auf uns zu ging. Es gibt einfach Tiere, die erwartet man nicht inmitten von Felsen in 1300 Metern Höhe.