20 Tage, 05.-24.10.2006
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Montag, 23. Oktober

An diesem Tag schlief ich viel zu lange. Ich war stark erschöpft von unserer langen Tour und freute mich auf einen erholsamen Tag.

Es war schön, Hye-Suk wieder zu sehen. Wir frühstückten, danach packte sie all ihre Sachen zusammen, und wir fuhren zu mir. Am Abend waren wir zwar zum Essen mit meinen Eltern, meiner Schwester und ihrem Freund eingeladen, quasi als Abschluss.

Es war uns beiden bewusst, dass dies unser letzter gemeinsamer Tag für viele Monate sein würde. Ich hatte keine Ahnung, ob oder wie sehr ich sie vermissen würde, denn mittlerweile war mir das Mädel schon etwas ans Herz gewachsen.

Nachdem wir etwas gegessen hatten, sahen wir uns in meinem Heimkino "My Sassy Girl" an, einen witzigen koreanischen Film. Dummerweise gefiel Hye-Suk das Ende nicht, weshalb sie vor Ende des Films (wie kann man nur!) aufstand, um was anderes zu tun. Ts...

Nach einem letzten Spaziergang durch mein Dorf und dem Brennen all der Fotos, damit sie etwas zum Zeigen hatte, fuhren wir zu meiner Mutter. Dort sagte Hye-Suk zwar ein paar Worte mehr als beim Willkommensessen, war aber immer noch viel zu ruhig. Erzähl doch mal was, dachte ich, von deinen Erlebnissen in diesem für dich so fremden Europa. Was dir gefiel, was nicht, all diese Dinge. Aber sie fühlte sich noch immer unsicher in der Nähe der für sie noch eher fremden Menschen, und sprach höchstens, wenn sie gefragt wurde.

Das Essen schmeckte ihr so gut, dass sie öfter nachschöpfte. Doch lief ihre Nase, offenbar hatte sie sich einen leichten Schnupfen eingefangen auf unserer Tour. Sie verschwand auf der Toilette und ich hörte ein leises Geräusch, das ich für ein Niesen hielt. Später im Auto platzte es aus ihr heraus, dass ihr ein lauter Pupser auf der Toilette entfahren war, den sie nicht mehr hatte zurückhalten können. Das war ihr so dermaßen peinlich gewesen, dass sie dachte, jeder hätte es gehört. Das war auch einer der Gründe, wieso sie so extrem still gewesen war. Ich lachte darüber, weil ich mir überhaupt nichts dabei gedacht hatte, und versuchte sie zu beruhigen.

Abends, in meiner Wohnung, sahen wir uns noch ein paar Fotos an und redeten lange über alles mögliche. Dann gingen wir schlafen, sie auf meiner Ausziehcouch, ich in meinem Bett. Eigentlich schade ;-)


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